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U m t r i e b - Galerie für aktuelle Kunst
Ri9ngstraße 49
24114 Kiel
Germany

U m t r i e b p r e s s e
Verlag für Künstlerbücher
Ringstraße 49
24114 Kiel
Germany

Tel. (+49) 0431 - 14 99 074
Fax (+49) 0431 - 14 99 074
 
Öffnungszeiten
opening hours
Mi - Fr 12.00 - 19.00 Uhr
Sa 11.00 - 15.00 Uhr



kontakt@umtrieb.de


Archiv der Ausstellungen in der Umtrieb-Galerie für aktuelle Kunst
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2013
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Ann Drew Potter Keramik

A n n e   D r e w   P o t t e r

Mythologie einer Geschichtsstunde

7. - 20. März 2013

Eröffnung am Mittwoch, dem 06. März um 20 Uhr
Die Künstlerin ist anwesend.


Die Ausstellung "Mythologie einer Geschichtsstunde" zeigt Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Anne Drew Potter, die von der kulturellen Produktion der DDR inspiriert sind und im Rahmen eines Stipendiums der Alexander-von-Humboldt-Stiftung unterstützt wurden.


Anne Drew Potter stammt aus Berkeley, Kalifornien, eine Stadt, die berühmt ist für ihre Beteiligung an politischen Bewegungen und für einen alternativen Lebensstil. Ihre Herkunft ermöglicht eine bestimmte, eigene Perspektive und eine ganz persönliche Erkundung der DDR-Geschichte. Die Künstlerin hat sowohl Filme, Literatur und Fotografie als auch Einzelgespräche und Besichtigungen historischer Orte als künstlerische Forschungsquelle verwendet.

Anne Drew Potters figürliche Skulpturen und Installationen sind in den USA landesweit anerkannt. Sie hat eine Technik entwickelt, anatomische Formen des Körpers zu transformieren, um mehrdeutige, verwirrende Körperbeziehungen darzustellen. So untersucht sie die Projektion soziokultureller Vorstellungen von Identität auf die anatomischen Formen des Körpers.

Ein längerer Aufenthalt in Deutschland hat ihr die intensive Möglichkeit geboten, mit dem Anderssein Deutschlands umzugehen - in seiner historischen, aber auch aktuellen Rolle.

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Vom Wohnen und Wandern

THOMAS JUDISCH

Judisch Installation Wohnen und Wandern

07.-17.02.2013

Eröffnung am Mittwoch, 06.02. um 20 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 12-19 Uhr, Samstag 11-15 Uhr

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Donnerstag, 17.01.2013
Einlaß ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr



Die dritte Kunst-Auktion der Kieler Produzentengalerie Prima Kunst wird 
in den Räumen
der Umtrieb-Galerie stattfinden.


Versteigert werden u.a. Fotografien, Malereien, Zeichnungen, Skulpturen und Objekte sowohl
junger Kunststudierender der Muthesius Kunsthochschule Kiel als auch namhafter Künstler.

20 % des erzielten Verkaufspreises gehen an Prima Kunst, 80 % an den Künstler/die Künstlerin.


Hier finden Sie den Auktionskatalog als PDF.

Durch den Abend geleitet Sie unser diesjähriger Auktionator Daniel Schramm.

Ab dem 10. Januar stehen die einzelnen Arbeiten für Sie zur Vorbesichtigung in der Umtrieb-Galerie
täglich von 17 Uhr bis 20:30 (außer Sonntag) bereit.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Band “The Gemälde”.

Wir freuen uns auf Sie!

Ulrich Horstmann und die Prima Kunst

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2012
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A r n e   R a u t e n b e r g

Postkarte genügt!

- Collagen, Editionen, Handschriften –
17.08.-05.09.2012

Eröffnung am Donnerstag, 16.08. um 19 Uhr




„Man wird nicht stärker, wenn man versucht, seinen Gegner schwächer zu machen“
Collage, 7,5 x 12 cm.


Das goldene Zeitalter der Ansichtskarten blüht in Arne Rautenberg kleinformatigen Collagen noch einmal auf: Bau- und Kunstwerke, bekannte Plätze, Sehenswürdigkeiten oder charakteristische Ansichten von besuchten Gegenden gaben einst einen Eindruck vom Aufenthaltsort oder der ästhetischen Vorliebe. Durch einen kleinen Eingriff verändert Arne Rautenberg die historischen Bilddokumente und weist ihnen eine neue Ausschnitthaftigkeit oder Funktion zu. Die Ausstellung, welche durch farbige Handschriften ergänzt wird, klopft noch einmal die analogen Kommunikationssysteme vergangener Dekaden ab, einer vielleicht nicht ganz so guten alten Zeit, als es noch hieß: Postkarte genügt!

Museumsnacht
Für die Museumsnacht wird Arne Rautenberg zu jeder vollen Stunde jeweils eine 10-Minuten-Lesung innerhalb seiner Ausstellung abhalten.

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C a m p i n g   v o r   O r t

11. - 31.05.2012

Die Eröffnung findet am 10.05. an zwei Orten statt:
18 Uhr  Umtrieb-Galerie für aktuelle Kunst, Ringstr. 49, 24114 Kiel.
20 Uhr  Galerie K34, Medusastr. 14, 24143 Kiel


Im Rahmen des deutsch-französischen Austauschprojektes "Episode 21"
setzt das Kollektiv Extra Muros dem Reisen die vermeintliche Bewegungslosigkeit der Architektur entgegen.
Architektur und Urbanismus erzählen das Andere, den Anderen und
die unbekannte Kultur, noch bevor es zum eigentlichen Dialog kommt.
Vor Worten und Bildern erzählt sich so eine Kultur und deren
Geschichte selbst : Werte, Träume und was von Utopien übrig bleibt.
Die ausstellenden Künstler erforschen die Begriffe von Dauer
und Zerbrechlichkeit angesichts der aktuellen Entwicklungen
der Gesellschaft.

Das Projekt “Episode 21” organisiert Begegnungen von deutschen
und französischen Künstlern und ermöglicht einen internationalen
Kulturdialog zwischen beiden Ländern.

Teilnehmende Künstler
Cat Fenwick (Frankreich/GB)
Clara-Juliane Glauert (Deutschland/Frankreich)
Paul Philipp Heinze (Deutschland)
Thomas Judisch (Deutschland)
Guillaume Krick ( Frankreich/Kanada)
Romain Rambaud (Frankreich)


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Ludwig Kiel Linolschnitt 2012

Johanna Ludwig

"Hallo Zentrale"
27.04.-06.05.2012

Eröffnung am Do., 26.04. um 19 Uhr.
Es spricht Arne Rautenberg.

Zur Ausstellung erscheint das neue Künstlerbuch
"Alles gelingt" mit Siebdrucken von Johanna Ludwig.

ACHTUNG Neue Öffnungszeiten:
Mi.-Fr. 17-19 Uhr, Sa. + So. 11-15 Uhr


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Barbara Hindahl Zeichnung

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Ausstellung vom 27.08. bis 24.09.2011


Eröffnung zur
KIEL
ER MUSEUMSNACHT --- 26. August 2011
www.kieler-museumsnacht.de

Umtrieb-Galerie für aktuelle Kunst präsentiert: RUPPE KOSELLECK




STADTLAUB
Private Observationen und öffentliche Interventionen

Ruppe Koselleck zeigt Interventionen und Beobachtungen aus seinen Reisen an
den Golf von Mexiko von Vera Cruz bis New Orleans, von Mobile (Alabama)
bis nach Sundern im Sauerland (Acid-Mountains). Neben seinen Intriganten
Interventionen werden Konzepte homöopathischer Tourismusförderung mit weiteren
parasitären Publikationen gekreuzt und Ruppe Koselleck führt in der Galerie
sein Langzeitprojekt - das der FEINDLICHEN ÜBERNHAME VON BP fort.
Hierbei greift Koselleck den weltweit operierenden Ölmulti mit seinen eigenen Mitteln
an. Er sammelt Ölschmutz von allen Weltküsten und malt daraus Bilder.
Der Bilderverkauf finanziert dabei den Aktienankauf von BP -
SIE KAUFEN KUNST UND KOSELLECK BP.

Ab 19 Uhr nimmt das Büro seine Tätigkeit auf und malt für Sie vor Ort frische
Rohölbilder mit original Fundöl aus Alabama, Louisiana, Florida und Mississippi.

Um 21 Uhr findet ein Vortrag und eine performative Einführung in die Arbeiten
statt.

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PREVIEW BERLIN
in Kooperation mit der Muthesius Kunsthochschule Kiel

09.-11.09.2011


Künstler der Galerie:

Thomas Judisch 
Olrik Kohlhoff



Master - Studierende der Muthesius Kunsthochschule:

Jimok Choi 
Michael Gülzow 
Birgit Saupe 
Chili Seitz 


Die Muthesius Kunsthochschule zeichnet sich durch eine breit
gefächerte und interdisziplinäre Ausbildung in Kunst und Gestaltung
aus. Viele auch international vertretene Künstler zählen zu ihren
Absolventen.
Die Umtrieb-
Galerie hat sich seit ihrer Gründung der Aufgabe
gewidmet, Absolventen der Hochschule auf dem internationalen Markt zu
vertreten. Nach Jahren der Präsentation von Nachwuchs.Künstlern aus
aller Welt werden bei diesem Messeauftritt erstmals ausschließlich
Arbeiten von Master-Studenten der Professoren Wagner,
Abraham, Dreyblatt, Sachs und Nathan neben früheren Absolventen
gezeigt.
Auf Kunstmessen zu präsentieren ist bereits seit mehreren Jahren
durch die Muthesius-Gesellschaft angeregt worden. Diese
Fördergesellschaft der Hochschule vereint Kunstliebhaber aus ganz
Deutschland. In enger Zusammenarbeit mit dem Präsidium der Hochschule
ermöglicht die Gesellschaft jetzt diese Präsentation.

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Johanna Schwarz, Letzte Worte

Johanna Schwarz: aus der Serie "Letzte Worte", 2010


JOHANNA SCHWARZ

Keine grosse Kunst - Letzte Worte und 17 Tafelbilder

06.03.-09.04.2011

Eröffnung am Samstag, 05.03. um 18 Uhr

Zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch "Letzte Worte" von Johanna Schwarz, gedruckt auf der Umtriebpresse 2011.

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2 0 1 0
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ELSBETH ARLT

S c h r i f t b i l d e r

03.12.2010-15.01.2011
Eröffnung: Donnerstag, 02.12. um 19.00 Uhr
Zur Eröffnung liest Arne Rautenberg in den Schriftbildern von Elsbeth Arlt

Wir laden ein zur Finissage mit Künstlergespräch am Samstag, 15.01.2011, von 13 bis 15 Uhr!

Mi - Fr 12.00 - 19.00 Uhr, Sa 11.00 - 15.00 Uhr u.n.V.
24.12.2010 bis 05.01.2011 geschlossen


„Ich weiß nicht, ob ich euch meine Träume erzählen soll.“
Dieser Satz, über zwei Räume der Galerie in träumerischem Hellblau gemalt, empfängt die Besucher. Zitiert wird der Anfang der deutschen Übersetzung des Romans „Der Gefühlsmensch (El hombre sentimental)“ von Javier Marías. Der Schriftzug steht einer Anzahl bemalter Leinwände gegenüber. Schriftbilder. Es herrscht Vielfalt. Kleine, bewegliche Formate. Fragmente, Wörter. Sätze. Zitate mit und ohne Anführungszeichen. Profanes Material. Gesuchtes und Gefundenes. Aus der Summe der Belanglosigkeiten entstehen lauter mögliche Verbindungen. Keine ist privilegiert. Absichtslosigkeit ist beabsichtigt. Roland Barthes rät: „nicht auf ein Ganzes reduzieren“. „Manche leuchten, wenn man sie liest“, dieses Zitat über dem Eingang der Kieler UB steht in der Ausstellung auf einem Bild in Kombination mit der handschriftlichen Silbe „Mor“. Ein Spiel mit Kenntnis oder Unkenntnis der Arbeiten aus Zusammenhängen, die nicht näher benannt werden müssen. Der Unterschied zwischen dem, was man zur Verfügung stellt, und dem, was man für sich behält, ist nicht der Rede wert. Nur kein Geheimnis draus machen!
Der Kieler Autor Arne Rautenberg liest zur Eröffnung in den Schriftbildern von Elsbeth Arlt.

Elsbeth Arlt Universitätsbibliothek Kiel  Elsbeth Arlt Umtrieb Galerie

www.elsbeth-arlt.de

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Andreas Poost

Abb.: Andreas Poost



Kollegenbesuch I:

DÄMMERUNG
kuratiert von Dr. Susanne Schwertfeger


Josephin Böttger, Susanne Hampe, André Höhn, Johanna Ludwig, Andreas Poost, Birgit Saupe

10.-27.11.2010


Eröffnung am Dienstag, 09.11. um 19 Uhr

Am 9.11. eröffnet die Schau ‚Dämmerung‘ eine neue Reihe in der Umtrieb-Galerie. Unter der Überschrift ‚Kollegenbesuch‘ werden in unregelmäßigen Abständen Gastkuratoren eingeladen, die Räume in der Ringstraße zu bespielen. Den Anfang macht Dr. Susanne Schwertfeger, Kunsthistorikern aus Kiel. Sie vereint Arbeiten verschiedener Künstler, die Aspekte der Grenzüberschreitung zwischen den Zuständen Leben und Tod, dem Bewusstsein und Unterbewussten aufgreifen. Der Blick richtet sich dabei auf die vorsätzliche Querung durch Forschung und Wissenschaft, aber auch auf die irrationalen Wesen, die solche unbekannten Territorien bevölkern.

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Hands Ruthi Helbitz-Cohen

RUTHI HELBITZ COHEN  neue Arbeiten
26.09.-29.10.2010

Eröffnung am Sa., 25.09. um 19 Uhr

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S t e f a n i e   H i l l m e r
E l e n a   P a s c a l a u

Zähle die Mandeln


23. - 29.07.2010

Eröffnung Donnerstag, 22.07. um 19 Uhr
Die Künstlerinnen sind anwesend.

Für diese Ausstellung ist die Galerie am Samstag ausnahmsweise bis 17 Uhr geöffnet.

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15.-17.07.2010  Illusion Tart II - Unterwelten


Präsentation des Studiengangs Kommunikationsdesign der Muthesius Kunsthochschule, Prof. Markus Huber
Eröffnung Mittwoch, 14.07. um 19 Uhr

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Sabine Linse


S a b i n e   L i n s e
Picknick am Wegesrand


27.06.-10.07.2010

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philip gözinger Berlin bei Umtrieb

Philip Grözinger: you used to have all the answers


Maschinen? Raumstationen, Viren, Botenstoffe? Philip Grözingers Gemälde zeigen Gebilde, die ein Eigenleben zu haben scheinen und die es zu beobachten lohnt: Geometrische Grundformen geraten in Bewegung, schwere Maschinen schweben schwerelos im Raum, der doch gar nicht zu existieren scheint. Bildebenen überlagern sich, glänzend glatte Flächen stehen neben pastosen, matten Farbschichten. Auch in der neuen anlässlich der Ausstellung erscheinenden Serie von Linolschnitten, gelingt es Grözinger, geometrische Gebilde in samtig-sattem Schwarz zu Wesen werden zu lassen, die die Neugier wecken.

Philip Grözinger,  geboren 1972 in Braunschweig, hat an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert (Meisterschüler bei Prof. Karl Schulz im Bereich Druckgrafik 1998) und lebt in Berlin.

Eröffnung am 12. Mai um 19 Uhr, der Künstler wird anwesend sein.
13. Mai bis 12. Juni 2010


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  Umtrieb Oppermann Klafki  Umtrieb Kirsten Krüger

 

 WERKSCHAU VIII  neueste Arbeiten von Galerie-Künstlern // new works by artists of the gallery

Elsbeth Arlt, Ruthi Helbitz-Cohen, Jakob Jensen, Thomas Judisch, Anja Klafki, Olrik Kohlhoff,
Kirsten Krüger, Stefan Oppermann

 05.03.-01.04.2010
 
Wir laden herzlich ein zur Finissage am Do., 01.04. um 19 Uhr!
We kindly invite you on april 1st for the finissage at 7 pm!

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Olrik Kohlhoff: Kunsthalle für Kiel, 2009

OLRIK KOHLHOFF

Milchmädchen rechnen
Neue Zeichnungen und Aquarelle

12.12.-02.01.2009
Eröffnung am Fr., 11.12. um 19 Uhr
Arne Rautenberg spricht einführende Worte.


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2 0 0 9:
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Tischlein deck dich!

Tischlein deck dich!
Künstlerbücher und Editionen

nur vom 4. bis 6. Dezember 2009!
Eröffnung am Freitag, 04.12. um 19 Uhr

Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet!

Zu sehen sind:
Boxenbücher von Tobias Premper
Neuerscheinungen aus dem Lubok-Verlag, Leipzig

Neuerscheinungen der Umtriebpresse 
Künstlerbücher und Editionen verschiedener Künstlerinnen und Künstler

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Arne Rautenberg

ARNE RAUTENBERG
aayyaarrrrhh

Editionen, Collagen, fliegende Blätter
05.-28.11.2009

Zur Eröffnung am Donnerstag, den 05.11. um 19:00 laden wir
Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Der Künstler ist anwesend.

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Edition:

Arne Rautenberg
aayyaarrrrhh
13 Optische Einwortgedichte

Auflage 13 + 3 Künstlerexemplare
Buchdruck auf Zerkall-Bütten
Umtriebpresse 2009


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UMTRIEB-GALERIE FÜR AKTUELLE KUNST


FERIDUN ZAIMOGLU

H i n t e r l a n d
Zeichnungen

04. bis 31. Oktober 2009

Zur Eröffnung am Sa., den 03. Okt. um 19 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Der Künstler wird anwesend sein.

Zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch Hinterland
mit Zeichnungen und Texten von Feridun Zaimoglu,

25 Abbildungen, 100 S., Auflage 100 numerierte und signierte Exemplare, 38,- €
Abdruck der Texte mit freundlicher Genehmigung des Verlags Kiepenheuer & Witsch, Köln.


Feridun ZaimogluBlumen Zaimoglu


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Ruppe Koselleck Ruppe Koselleck Steuererklärung

chchrrt chrrt chrrrit chrrrrit chrrt

R u p p e   K o s e l l e c k
30. Aug. - 25. Sept. 2009

Der Titel ist die halbe Miete
Malerische Positionen aus zweieinhalb Jahren
Eröffnung am Sa., 29. August 2009, 19 Uhr


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Kieler Museumsnacht 2009 am 28.08.: 
E t s u k o   O z a w a 
und  J a n a   M ü c k e

Etsuko Ozawa: Installation "Frühchen"
J ana Mücke: Zeichentagebuch Paris mit Lesung
Beide Künstlerinnen zeigen ihre Diplomarbeiten, die in diesem Jahr
an der Muthesius Kunsthochschule entstanden sind.

Etsuko Ozawa: "Frühchen", 2009 (Ausschnitt)  Etsuko Ozawa: "Frühchen", 2009 (Ausschnitt)
Ansichten der Arbeit "Frühchen" von Etsuko Ozawa

 
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 Thomas Judisch  
Thomas Judisch

T h o m a s   J u d i s c h
wie sie sehen
16.07.-08.08.2009
Eröffnung am 15.07. um 19 Uhr. Es spricht Prof. Dr. Norbert Schmitz.


Thomas Judisch

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Stefan Oppermann
Ansicht Stefan Oppermann
STEFAN OPPERMANN

Epileptische Einfälle
Zeichnungen

11.06.-04.07.2009
Eröffnung am Mi., 10.06. um 19 Uhr


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Anja Klafki

CROSSING

Eröffnung 30.04. um 19 Uhr
01.-28.05.2009


Künstlergespräch und Druckvorführung am Sa., 02.05. um 15 Uhr

Vinissage am 28.05.2009 um 19 Uhr

Eine Doppelschau der Umtrieb-Galerie für aktuelle Kunst  und der Galerie Koch Westenhoff Lübeck

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Sonderveranstaltung
18.04.2009 um 20 Uhr
Translokative Auraoperationen 

Experiment und Vortrag von Ruppe Koselleck und Oliver Breitenstein
Auf You Tube findet sich eine Kurzversion des Abends!

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Foto: Swetlana Schadrin

Illusion Tart 1: VIREN
Eröffnung am 15. April, 20 Uhr
bis 19. April

Release-Abend mit Ausstellung
Es spricht Dr. Ole Frahm
Veröffentlichung des Lehrgebietes Illustration Martin tom Dieck, Kurs Markus Huber.
Die Ausstellung der Original -Vorlagen zum Buch sind bis einschließlich Sonntag (
Öffnungszeit Sonntag 11.00- 15.00 Uhr) in der Galerie zu sehen.

Aus dem Vorwort:
"Das Bedürfnis, in Bildern, mit Zeichnungen zu erzählen, ist ein ursprüngliches. Eine eher junge Erscheinung ist, wie sich dieses Bedürfnis an Kunsthochschulen verbreitet. Dort treffen affine Dozierende auf ebensolche Studierenden, oder umgekehrt, aber zunehmend, und auch an der Muthesius Kunsthochschule. Auch jung ist deren Professur für Illustration.
Seit sie 2005 zum ersten Mal besetzt wurde, wird sie von einem Lehrauftrag begleitet, der sich insbesondere der narrativen Illustration widmet. Und wie virulent das bilderzählende Bedürfnis ist, zeigte sich, als wir die Teilnahme an einem Comic-Wettbewerb des Fumetto-Festivals zur Aufgabe machten. Das Thema Virus realisiert sich nun nicht nur metaphorisch, wie in vielen der Beiträge, sondern auch physisch. Grosses Engagement mit reichem Ertrag rief danach, die hausinternen Druckmaschinen anwerfen zu lassen, um eine eigene Publikation in die Welt zu setzen. So sei dies die erste Ausgabe von „Illusion Tart 1" Martin tom Dieck

Kiel 2009. 80 S., dt./ engl., ISBN 978-3-9812475-1-0.
12 (erm. 6) Euro. Einband: Original-Siebdruck!

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Mixed Pickles

20.- 25.04.2009

23.04., 19 Uhr laden wir ein zum Apéro

Ein Galerist
klingelt spontan an Ateliertüren.
Er sucht Arbeiten, die nicht älter als drei Jahre sind und Ausreißer
aus dem jeweiligen Werk der Künstler darstellen.

Bernhard Schwichtenberg, Ulrich Behl, Volker Tiemann, Ruppe Koselleck, Sabine Linse, Nana Schulz,
Oliver Breitenstein, Uta Kathleen Kalthoff, Stefan Oppermann, Anita Schwieger, Martin Wolke,
Johanna Ludwig, Alesja Kaplounova


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LENA KYÄR

Dear Enrico
Malerei, Installation und Video


20.02.-21.03.2009
Eröffnung: Do., 19.02.2009 um 19 Uhr



Erstmals zeigt die Umtrieb-Galerie in einer Einzelausstellung die Neumünsteraner Künstlerin Lena Kyär. Die 28-Jährige hat bei Uwe Meier-Weitmar an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel studiert (Diplom 2005) und im Anschluß den Studiengang Neue Medien in Hamburg begonnen.

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2008


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LUBOK und andere Köstlichkeiten

Künstlerbücher und Editionen

 

05.12.2008 bis 10.01.2009 (zwischen den Jahren geschlossen)

Eröffnung am Do., 04.12. um 19 Uhr

Eine Ausstellung mit LUBOK-Büchern (Linolschnitt-Bücher aus Leipzig, herausgegeben von Christoph Ruckhäberle und Thomas Siemon) sowie zahlreichen anderen Künstlerbüchern und Grafik-Editionen.

SPEZIAL: vom 21.-24.12. jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet!

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LASSE LAU (Brüssel) und DORON SOLOMONS (Tel Aviv)

Videoarbeiten

02.-30.11.2008
Eröffnung am Sonntag, 02.11. um 15 Uhr

Im Rahmen des Projektes radius of art  zeigt Umtrieb zwei Videoarbeiten: "Good Night" von Doron Solomons und "Pine Nuts" von Lasse Lau. In "Good Night" wird der schlafende Künstler von seinem Kind mit Spielzeug überhäuft, bis von ihm nichts mehr zu sehen ist. Diese sehr private Szene ist in Zusammenhang mit Doron Solomons Werk auch als Metapher für politischen Alltag zu verstehen. Lasse Laus Video "Pine Nuts" beschäftigt sich mit dem Horsh Park im Herzen Beiruts, der seit 20 Jahren für die Öffentlichkeit geschlossen ist. Während des Bürgerkriegs war der Park ein strategisches Zentrum und grüne Grenze zugleich. Lasse Lau befragt Exil-Libanesen nach ihren Erinnerungen und zeichnet so ein vielschichtiges Bild der jüngeren Geschichte des Parks. 

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ZEICHNUNGEN

Arbeiten von Elsbeth Arlt, Olrik Kohlhoff, Lena Kyär, Johanna Ludwig und Dina Shenhav
20.09.-25.10.2008



Zeichnungen von Olrik Kohlhoff (Vordergrund) und Johanna Ludwig

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Kirsten Krüger
Neue Arbeiten
20.07.-06.09.2008



Reise, 2007, Bambus, Acrylglas, 55 x 165 x 145 cm

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Katja Flieger, Fachkundige Zeichnungen
22.06.-12.07.2008
Eröffnung am 21.06. um 19 Uhr



Mein Tiger, 2008, Holzimitatgewebe mit Beflockung,195 x 240 cm

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Werkschau mit Künstlerinnen und Künstlern der Galerie
23.05.-14.06.2008  
Eröffnung am 22.05. um 19 Uhr

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Barbara Kirsch
passageways (Malerei)

27.04. - 17.05.2008
Eröffnung am 26.04. um 19 Uhr



Barbara Kirsch war Anfang 2008 Stipendiatin des Künstlerhauses Eckernförde Otte 1. Ihre dort entstandenen Arbeiten werden in der Ausstellung präsentiert.


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Vladimir Sitnikov
Flucht- und Rettungswege
Ausstellung mit Katalog-Präsentation: 13 Jahre Kiel oder von der Erde zum Mond
02.-19.04.2008
Eröffnung am Freitag, 28.03. um 19 Uhr



Die alte These, dass die Museen genuine Tempel der Kunst seien, ist dieser Tage aktueller und präsenter als je zuvor. Wann sah man jemals solche Menschenmassen zu den Mega-Events-Ausstellungen pilgern? Wie mag sich der Einzelne inmitten der riesigen Besucherströme in den endlosen Hallen dieser Pantheons fühlen? Sie gleichen Labyrinthen, in denen der Mensch sich verläuft, sich zu verlieren droht. Im Mysterium einer Begegnung mit der Kunst scheint ihr Gewicht manchmal den Betrachter zu überwältigen, zu erdrücken - er möchte fliehen ... Statt des Ariadne-Fadens in der eigenen Hand hängen Fluchtpläne an den Wänden der Museen, die Rettung verheißen.

Vladimir Sitnikovs Plexiglasbilder wirken auf den ersten Blick wie echte Fluchtpläne – doch sie stehen nicht am richtigen Ort, sie sind „unbrauchbar“, sie sind illusionistische „Täuschungen“, „Fälschungen“, die als abstrahiertes Symbol für die Museen als Musentempel stehen. Seine Bilder sind, wie die Kunst selbst, optische Täuschungen, Illusionen, durch sie gibt es für den Besucher keine Rettung. Sie funktionieren nicht praktisch-pragmatisch im konkreten Raum, sondern auf ihre eigene ästhetische Weise – eben als Kunst…

Die Bilder sind gegenständlich und abstrakt zugleich – gegenständlich, in dem sie einen Fluchtplan darstellen, abstrakt, weil sie trotz ihrer „Gegenständlichkeit“ auf den Betrachter als abstrakte Gemälde wirken. Und manchmal entdeckt der Betrachter zusätzliche kleine paradoxe oder witzige Details: z. B. Schilder wie „Sie sind hier“ oder „Wo sind Sie?“; Beschriftungen für Säle wie „Rembrandt“, „Velazquez“, „Renaissance“ oder „Modern Art“, Ausgänge wie „Fifth Avenue“, aber auch kleine Männchen, Verliebte, Kinder und Rollstuhlfahrer, Pfeile und Piktogramme.

Die Technik der Plexiglasbilder ist ungewöhnlich, Sitnikov kombiniert Elemente der Druckgraphik mit Elementen der Plexi-“Glasmalerei“. Die Druckform dient diesmal aber nicht als Druckvorlage, sie ist das Bild selbst, das Original. Wenn man Plexiglas kauft, steht auf der Platte immer der Text „Original“ oder „Plexiglas – das Original“. Diese vom Hersteller vorgegebenen Bezeichnungen, samt das „Wirbel“-Logo für Plexiglas hat Sitnikov nicht übermalt, man kann sie auf den Bilder entdecken. Das Glas ist zum Teil durchsichtig, wird aber von beiden Seiten mit mehr oder weniger Auslassungen graviert und bemalt. Durch die transparenten Öffnungen werden die Bilder Relief-artig – wie so oft bei den Arbeiten von Vladimir Sitnikov – entsteht hier auch ein Werk zwischen Bild und Objekt.

Wahre „Kenner“ erkennen meistens auch auf Anhieb die hier dargestellten Museen: den Grundriss vom Russischen Museum St. Petersburg, der Eremitage oder der Tretjakow-Galerie, die Silhouette vom Hamburger Bahnhof, der Londoner Nationalgalerie oder des Zentrums für Zeitgenössische Kunst in Moskau.
Dr. Klára Erdei


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R.E.M.

Jakob Jensen (Dänemark)

27.01.-01.03.2008

Eröffnung Samstag, 26.01. um 19 Uhr.
Der Künstler ist anwesend.



Der dänische Künstler Jakob Jensen interessiert sich für Gedankensprünge, das Kombinieren von realen Erlebnissen mit Traumvorstellungen, Alltägliche Vorstellungen und Gedanken verdoppeln sich ins Unendliche. Weltraum, Plastikeimer und obskure Landschaften, durchschaubare Tricks und unklare Verbindungen sind in den neuen Räumen der Umtrieb-Galerie zu Gast.

Der Begriff R.E.M. kommt aus der Schlafforschung. Es steht für Rapid Eye Movement und beschreibt Traumphasen, in denen wir viel träumen und dabei die Augen unter den verschlossenen Augenlidern schnell hin und her bewegen. Auch wenn wir wach sind, träumen wir von Zukunftszenarien oder die Gedanken springen zwischen mehr oder weniger abstrakte Bilder. R.E.M. wird auch sofort als Name eine Musikgruppe aus den USA wiedererkannt. Solche Kreuzverbindungen mögen keinen Sinn haben, aber bilden doch abstrakte Bilder im Kopf.

Ein frisch abgeschliffener und lackierter Holzfussboden und eine sinnlich jungfräuliche Putzoberfläche auf den Wänden und Decken bezeichnet und beschreibt den Prozess der Renovierung des Hauses. Als Symbol dafür der Baueimer, ein banales Bild für Konstruktion, Messung und Arbeit, und doch so objekthaft. Ein Text verbindet solche Eimer mit "Schwarzen Löchern" und Astrophysik. Die Abbildung eines Sternenhimmels quillt aus einem Eimer. Fotografien zeigen beunruhigende Bilder der Natur. Alte Holzschuhe im Weltall. Das Bekannte scheint unsicher.

Manchmal markieren wir unsere Träume mit kleinen privaten Handlungen, fast wie Voodoo-Beschwörungen. Wir sammeln Bilder aus Zeitschriften, markieren unsere Interessen durch Musik und Filme.
"Tanya Tucker Bibi Joan Pedersen" ist ein Plattencover von 1978 mit einer gestyleten Sängerin. Ein dänisches Mädchen hat ihren eigenen Name auf den Arm des Covergirls geschrieben, als wäre es eine Tätowierung. So verschmilzen die das Mädchen und das Covergirl für einen Moment. Und wir können die Gefühle des kleines Mädchens erahnen, wie sie sich als  sexy Star geträumt hat. Die Sängerin hat sich gleichermaßen an Idolen vor ihr orientiert.  Und so wird sie auch für einen Moment zu Bibi Joan Pedersen.

Der Parkettfußboden ist im Fischgrät-Muster gelegt. Das Wort Star bedeutet im Deutschen Stern,  ist der Name eines Vogels und wird als englischer Begriff für eine Bekanntheit genutzt. Unsere Assoziationsfähigkeit wird getestet. Aber keine Erklärungen bitte, einfach geniessen. Es gibt Momente, in denen unsere Sinne halbwegs aufgeben und man beginnt, sich etwas  auszudenken. Das Reale, das Banale, das Unglaubliche, das Unglaubwürdige, die Wissenschaft und allgemeine Verwirrung ist im Fokus.

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Von Dez. 2003 bis Sep. 2007 befand sich die Galerie in der Lutherstraße 26 in den Räumen einer ehemaligen Backstube. Die teilweise gefliesten Wände verwiesen auf die frühere Nutzung.

2007:

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RUTI HELBITZ-COHEN (Ein Vered, ISRAEL) 
D i s t o r t i o n   
24.09.-20.10.2007
Eröffnung Sonntag, 23.09. um 12 Uhr
opening on sunday, sept. 23rd at noon


 

HEIN SPELLMANN - Weichbild

18.08.-15.09.2007

Eröffnung 17.08. um 19 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

"Die Werke von Hein Spellmann basieren auf Fotografien von Architektur.

Es entstehen seltsame Zwitterwesen aus Bild und Skulptur, die dem definitorischen Zugriff immer wieder entgleiten. Ihre Form ist kissenähnlich, organisch gerundet und wirkt weich. Tatsächlich sind Spellmanns Bilder über einen mit Schaumstoff gepolsterten Holzkern gespannt. Ihre Oberfläche ist mit transparentem Silikon versiegelt, hochglänzend, sie wirkt abweisend und spiegelnd glatt wie nasser Lack.

… Es sind allesamt Außenhüllen, Gehäuse, Exterieurs, aber doch mit der Andeutung einer Möglichkeit, ins Innere vorzudringen – Bilder, die zwischen Abweisung und Einladung die Balance halten. Darüber hinaus sind diese Architekturdetails so gewählt, dass sie den Bildobjekten noch mehr Raumtiefe verleihen oder deren dreidimensionale Ausdehnung zumindest plausibler machen (selbst wenn nur in wenigen Fällen auch tatsächliche Ein- und Durchblicke möglich sind und sie meistens durch Gardinen, Bemalungen, Schatten oder Spiegelungen im Imaginären verharren)."

Auszüge aus  dem Katalogtext: Mobile Homes, Dr. Stephan Trescher, 2005


Als Weichbild wird die äußere und innere Erscheinungsform eines städtebaulichen Ensembles bezeichnet. Es kann aber auch auf die gesamte Ausdehnung eines bewohnten Gebietes angewandt werden und damit ihre Begrenzung meinen. Der Wortteil Weich kommt dabei von einem alten Wort für Siedlungen (siehe auch  -wik).
Zum sichtbaren Weichbild, oder, mit einem geläufigeren Wort, der Silhouette, gehören prägende Elemente wie hohe Häuser, Kirchen mit ihren Türmen oder umgebende Begrünung oder auch innerörtliche Objekte, die ein städtebauliches Ensemble, wie z.B. einen Platz, gestalten.
Quelle: Wikepedia, online-Lexikon





ein bisschen Rock'n Roll, 2007

NEVIN ALADAG  Alles auf Anfang
13.07.-04.08.2007
Eröffnung 12.07. um 19 Uhr
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Gitte Weise Galerie, Berlin





JIMMY KATZ - Jazzportraits  
28.06.-08.07.2007
Eröffnung 27.06. um 17 Uhr
Jazzportraits des herausragenden New Yorker Fotografen Jimmy Katz, präsentiert vom Jazzprezzo-Verlag und der Jazz Baltica




   
Ol r i k   K o h l h o f f
Zeichnungen
Drawings
13.05.-09.06.2007
Eröffnung: Samstag, 12.05. um 19 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
opening saturday, may 12th, 7 pm


M a t t h i a s   S c h a m p   
Die Schönheit der Geste
30.03.-05.05.2007

Hamster-Performance

Matthias Schamp ist Hinweisgeber. Er inszeniert den Blick auf die Welt, um damit Brüche in unserer Wahrnehmung hervorzurufen. Im Altvertrauten blitzt plötzlich das Ungeahnte auf. So werden Alltagssituationen für neue Erlebnisinhalte geöffnet.

Wenn sich der 1964 geborene Künstler z. B. bei der Aktion „Ich als weißer Querstreifen eines Einfahrt-Verboten-Schildes“ in komplett weißer Montur (weißer Helm, weiße Stiefel, weißer Overall, weißer Rollkragenpulli) auf eine rote Scheibe schnallen und diese im Straßenverkehr aufrichten läßt, figuriert er vordergründig als überdimensionales Verkehrsschild. Ein Verkehrsschild ist dafür da, für einen geregelten Verkehrsfluß und damit für Ordnung zu sorgen. Die Rationalität des Zeichens verkehrt sich durch diese spezielle Behandlung – eine Art überoptimale Aufladung –  jedoch plötzlich ins Gegenteil. Anstelle die Wahrnehmung in feststehende Bahnen zu lenken, erweckt es Irritationen. Irritation meint: Abschweifung vom Gewohnten. Die Räume in die der Künstler mit der Aktion verweist, haben nur noch wenig gemein mit dem urbanen Getriebe. Es sind Denkräume, die darüber hinausreichen.

Bei seinen Aktionen bezieht der Künstler oft auch sein Publikum mit ein. So veranstaltet er im Rahmen der von ihm gegründeten „Wir sind das Bild“-Bewegung Demonstrationen, bei denen die Besucher selber zum Bildgegenstand werden. Der Einbezug des Betrachters liegt auch den „Kleinen Servicestationen für Hamsterperformances zum Selbermachen“, von denen eine Anzahl in Kiel zu sehen sein werden, zu Grunde: Ein mit Watte gefülltes Originalhamsterhaus steht auf einem an der Wand montierten Brettchen. Unter dem Bau befindet sich in dem Brett ein Loch. Der Betrachter ist eingeladen, von unten durch dieses Loch in das Innere des Hamsterhauses einen Finger zu stecken und diesen zu bewegen. Das wird durch die Eingangsöffnung als Wackeln der Watte sichtbar - im Zeitalter von Interaktion und Multimedia ein eher unscheinbarer Effekt. Dessen ist sich der Künstler durchaus bewußt. Sein diesbezügliches Motto lautet: „Den Erwartungshorizont unterschreiten – jetzt!“ Im Zeitalter der Spektakel setzt er gezielt aufs Anti-Spektakel. Er sagt aber auch: „Die weitere Zurschaustellung der Watte erfolgt in der Überzeugung, dass sich die Schönheit der Geste dem Material eingeschrieben hat.“

Videos von Aktionen, Objekte, Flugblätter, Demo-Utensilien, Hamsterhäuschen und vieles mehr werden in Kiel zu einer Rauminstallation kombiniert, die den Betrachter in die Gedankenwelt von Matthias Schamp hineinführt. Diese ist spielerisch und tiefgründig zugleich.





Hovhannes Margaryan (Jerewan, Armenien):  Turn in, Turn on, Drop out
Malerei und Video
19.01.-09.02.2007
Eröffnung am Donnerstag, 18.01., um 19 Uhr







2006:

Vladimir Sitnikov (Kiel/Moskau): Schokoladenrevolution
17.12.2006-06.01.2007



Adventszeit ist Schokoladenzeit – und so zeigt die Umtrieb-Galerie in ihren Räumen die „Schokoladenrevolution“ von Vladimir Sitnikov. Die Räume der Galerie beherbergten früher eine Bäckerei, die auch Pralinen herstellte – insoweit fast eine Anknüpfung an alte Traditionen.

Aber die Schokoladenobjekte mit der zartbitter, braun-cremigen Oberfläche sind alles andere als süß und werden von dem in Kiel lebenden Moskauer Künstler eher „brutal“ benannt als Pistole, Schuss, Messer und Gewehr, oder auch ganz alltäglich als Fundstücke, Die kleine Maus, Schatten. Manchmal bleiben sie auch ganz ohne Titel. Essen und Kunst als elementare Grundbedürfnisse sind wichtige Leitmotive im Werk von Sitnikov. Vielleicht erinnern sich einige Besucher noch an seine  Ausstellung „Russisch Brot“ (Helle Zelle, 2000) oder an sein Künstlerbuch über Rembrandt und Nudel, das in diesem Frühjahr in der Unibibliothek zu sehen war.

Der Zyklus von rund 50 Werken (von dem in diesem Sommer 5 in Neumünster in der Papierfabrik und 3 weitere in Flensburg zur Landesschau gezeigt wurden) bevölkert die Galerie. Es entsteht eine ganz eigene Welt, wie aus Schattenrissen, aus wohlbekannten, doch umgedeuteten Gegenständen. Die plastisch-expressiven Sperrholz-Objekte zwischen Grafik und Plastik stehen bei Sitnikov für eine Kommunikation piktographischer Formen, die ganze Begriffe ersetzen. Diese Codes oder Symbole verselbständigen sich und werden ohne Hilfe semantischer Spracherfahrung verstanden. Es geht für Sitnikov um den Übergang von traditionellen Sprachsystemen zu den mathematischen Programmiersprachen und zu der bunten medialen Bilderwelt der modernen Technologien. Seine monochromen, auf das Wesentliche reduzierten Formen sind dagegen Elemente einer Bildsprache, die als Reaktion auf die überflüssige moderne Alltagsvisualität entstanden ist. Sie knüpfen an die Tradition der Höhlenmalerei und der Ikonographie an und sind individuelle Buchstaben seines persönlichen Alphabetes. Der Besucher wird eingeladen einige seiner gewohnten Assoziationen zu überdenken oder zu vergessen und sich auf andere, vielleicht ungewöhnlichere, einzulassen.



Ruti Helbitz Cohen (Ein-Veret, Israel): Mind the Gap
im Rahmen des Projektes 
Peace of Art   
05. - 26.11.2006



Martin Schräder (Kiel): Little House I used to live in
30.06. - 22.07.2006


Der verlorene Berg

„Das Kunstwerk ist Ausruf zur Selbstbesinnung, indem es den Betrachter aus dem Bereich des praktischen Lebens heraushebt, ihn in eine andere Welt versetzt, ihn verzaubert. Deuten bedeutet demnach Selbstgestaltung dem Kunstwerk gegenüber. Darin liegt der Ethos der Kunst begründet, seine geistige Beziehung und Wedensverwandtschaft zur Religion...“ Katsura Funakoshi

Martin Schräder, 1960 in Hagen in Westfalen geboren, hat sich recht spät, im Alter von 30 Jahren, nach einer Ausbildung zum Grundschullehrer und einer Steinmetzlehre für ein Studium der Bildhauerei an der Kieler Muthesiusschule bei Jan Koblasa entschieden. Nach seinem Abschluß 1997 kam er in den Genuß verschiedener Stipendien, so in Bergen, Norwegen, aber auch hier im Lande in Trittau (Stormarn).

Martin Schräders Schaffen war zunächst genuin bildhauerisch angelegt. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Bildhauerproblem schlechthin, nämlich der Übertragung einer beliebigen Anzahl von einzelnen zweidimensionalen Seitenansichten auf eine Skulptur. Er erarbeitete im Laufe seines Schaffens ein Verfahren, das es ihm erlaubt, Fotografien aus vorher genau festgelegten Winkeln eines Modells, auf einen langgestreckten, steelenartigen Körper zu übertragen. Dabei ergeben sich an den Kanten der Flächen die für Schräders Arbeiten so interessanten Überschneidungen und Verschleifungen.

Die farbig gefasste Sandsteinskulptur „Der verlorende Berg“, aus dem Jahre 2000,  (verweist) markiert nicht nur formal ein Résumé für diese frühe Werkgruppe. Auch inhaltlich ist die Arbeit als Zusammenfassung der Gedankenwelt Martin Schräders zu lesen: die stille Geste mönchisch hermetischer Selbstreflektion leitet den Betrachter an zur Analyse des Bezuges zwischen Wahrnehmung, Wirklichkeit, Wahrhaftigkeit, Vision und Menschsein. Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht die Reflektion über die Stellung des Individuums innerhalb sozialer Prozesse. Häufig bezieht er sich dabei auf seine eigene Biographie, anhand derer er Formen der Kommunikation und es gesellschaftlichen Handels exemplarisch vorführt.

Einerseits beschreibt seine Kunst das Ausgesetztsein in einer absurden Welt, setzt aber diesem Zustand das Bild des Menschen in totaler Freiheit und Verantwortung entgegen.

Peter Tack, Rede zur Eröffnung der Ausstellung


WERKSCHAU IV
Arbeiten von Elsbeth Arlt, Matthias Berthold, Anja Klafki, Christine Leuschner u.a.
02. - 24.06.2006



WERKSCHAU III
Arbeiten von Matthias Berthold, Barbara Kirsch, Kirsten Krüger, Oh-Seok Kwon, Tobias Regensburger, Johanna Schwarz u.a.
07. - 20.04.2006



Christian Hauer (Hademaschen): Kiel Soundsystem Sparen oder Kaufen
03.02. - 03.03.2006


Es handelt sich dabei um eine auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmte, nach beiden Seiten hin offene, interaktive Klang- und Lichtinstallation aus miteinander kommunizierenden Röhren. Hören und gehört werden als Gegenentwurf zu einer Massenkultur, die von Dominanz und nicht von Diskurs geprägt ist.
Die Arbeit besteht aus am Boden verlaufenden Rohren und verschiedenen Einspeis- und Abhörmodulen. Die Besucher können sich mit eigenen Beiträgen in das System einschalten. Entscheidend ist, dass sich die Röhren über eine größere Distanz erstrecken oder sich durch mehrere Räume ziehen.
Dabei kommen auch für den Ausstellungsbetrieb nicht attraktive Orte in Frage wie z.B. das Treppenhaus und der Eingangsbereich.



Oh-Seok Kwon (München): Icebridge
13. - 29.01.2006


Ein gerne verwendetes Material des koreanischen Künstlers Oh-Seok Kwon (*1969) ist Eis. Er setzt es gekonnt in seinen Installationen ein, nutzt es für fotografische Arbeiten.
In der Umtrieb-Galerie hat er neben einigen großformatigen Fotografien auch eine Installation aus Eis angefertigt, die pünktlich zur Eröffnung fertiggestellt war und dann in den nächsten vier Tagen vollständig geschmilzt ist.


2005


Kirsten Krüger (Düsseldorf): Meeresgrund
04.12.2005 - 03.01.2006
Meeresgrund

"Hyperrealismus und Surrealismus bilden die beiden Pole, zwischen denen die
Arbeiten der Bildhauerin Kirsten Krüger angesiedelt sind. Das Mögliche und
das Aberwitzige liegen hier eng beieinander, legen Spuren und lassen sich doch nicht zu einer Erzählung verbinden. Sie ziehen den Betrachter in ihren Bann und lassen ihn gleichzeitig zusammen zucken.
Hier bei Umtrieb ist nun Kirsten Krügers jüngste, raumfüllende Installation zu
sehen. Meeresgrund ist in diesem Jahr entstanden. Rätselhaft und doppelbödig
wie die voran gegangenen Arbeiten, hat die Künstlerin mit dieser Landschaft
eine poetische Traumszenerie ohne erschreckende Details geschaffen, die den
Alptraum allenfalls in der Vorstellung des Betrachters aufkommen lässt."

Dr. Maren Welsch, Ausschnitt aus der Eröffnungsrede


Avdei Ter-Oganian (Berlin/Moskau): Wie werde ich ein Künstler?
08. - 28.10.2005



Matthias Berthold (Hamburg): Folgen Sie den Anweisungen
08.07. - 02.08.2005


Häufig finden wir in Matthias Bertholds Anweisungen eine Handlung auszuführen, die Opfer und Mut verlangt. Es gibt andere, die unsere Neugier erwecken, ob und wie diese Handlung überhaupt auszuführen sei. „Beim nächsten Anruf summen Sie ins Telefon, egal wer gerade auf der anderen Seite spricht. Sie geben sich nicht zu erkennen.“ oder auch „ Gehen Sie immer der Nase nach. Orientieren Sie sich ausschließlich am Geruchssinn. Gehen Sie dort weiter, wo es für Sie am Besten riecht.“
Der Künstler schreibt dazu:“ Handlungen sind mein Material... Das einzelne Werk ist erst dann vollständig realisiert, wenn die Anweisung ausgeführt wurde.“ Mit anderen Worten, die Handlungsanweisungen richten sich an das Publikum. Erst durch sie vollendet sich das Werk, das durch die Handlung und Entscheidungsfindung eines jeden Einzelnen ganz individuell ist."

Hanne Zech, Neues Museum Weserburg Bremen, 2004


Maren Koll (Kiel): Wasserfest
22. - 28.06.2005


"...So ist auch diese Gesamtinszenierung vor Ort eine lustvoll aufbegehrende, aber zugleich ohne Pathos formulierte Kritik. Maren Kolls Werke beziehen sich auf eine Welt, in der der Drang nach Perfektion das Poetische vernichtet. Wo das zwanghafte Verharren in einem als Glück definierten Moment alles zum absoluten Stillstand bringt. Dieser, von uns allen als Spießigkeit gefürchtete Zustand erscheint als Thema und Ideenfundus für ihre Arbeiten. (...)
Die ehemalige Backstube mit ihren weißen Kacheln und den vielen Wasseranschlüssen erschien der Künstlerin als ein idealer Ort, um mit Ton geformte Wasserspiele zu inszenieren. Welch bissigen Bezug die Künstlerin zur Törtchengeberkultur von Backstuben hat, wird in der kleinen Detailinstallation „Törtchen mit Vogelspinne“ sichtbar.
Diese Wasserspiele sind erst einmal so angelegt, dass sie sich mit sich selbst vergnügen. Verspieltheit und Leichtigkeit, gepaart mit einer Spur von Ironie strahlen sie auf den ersten Blick aus. Doch dahinter verbirgt sich eine formale Strenge, die die Lust am Absurden bis ins Detail auskostet. ..."

Regina Troschke, Auszug aus der Eröffnungsrede


Irena Eden, Stijn Lernout (Berlin): "Wegzehrung" aus der Reihe "Driller's Gasthof"
04.06.2005



Werkschau I und II
Künstler der Galerie
19.05. - 03.06.2005



Ruppe Koselleck (Münster): Knallhart kreativ
19.03.2005 - 23.04.2005


Parasitäre Publikationen am Beispiel Ich und Ikea, Die Tapetentagebücher
sowie die ungebetenen Gästebücher.
Parasitäre Publikationen sind nicht legitimierte Ergänzungen bestehender Ausstellungsgefüge oder Beilagen auflagenstarker Publikationen.

Prägend für Kosellecks Arbeiten seit 2000 ist der ungeheure Erfolg der internationalen Möbelhandlung Ikea. Es muß davon ausgegangen werden, daß die Ikea Möbelausstellung mittlerweile zu den erfolgreichsten Ausstellungen überhaupt gehört. Und genau an diesem Erfolg partizipiert Koselleck, indem die Möbelausstellungen partiell mit seiner Kunst bestückt.
Im Tausch gegen die hausübliche schwedische Musterfamilie setzt sich Koselleck samt seiner eigenen Familie in die aufgehängten Bilderrahmen ein. (Bild: Ich_unten_links) Aber auch seine Postkartenproduktionen, Einladungskarten usw. werden in vielfachen Variationen an den Pinnwänden, Magnettafeln, den Schubfächern aufgebracht.
Auffällig dabei ist, daß es nicht auffällig ist. Seine Parasitären Publikationen finden seinen unentdeckten Weg in die Veröffentlichung und warten auf Reaktionen und den Prozeß der publizierten Kunstwerdung.

Die Tapetentagebücher
Seit 1997 führt Ruppe Koselleck (1967) das öffentliche Tagebuch eines Künstlers in Tapetenmustertagebüchern. Mit einem schwarzen Edding zieht er einen festen Strich durch die wechselnde modische Tapetenlandschaft und ignoriert dabei weitestgehend die Muster- und Maserung der Tapeten selbst.
Man lernt etwa über seine Versuche, einen ganzen Tag nicht an Kunst zu denken, ein ästhetisches Wahr- und Wortnehmungsgefüge kennen, welche einen SINNLICHEN SACHSCHADENSBERICHT über Kunst, KünstlerInnen und die wirkliche Wirklichkeit erst ermöglicht.
Auch sein verzweifelter Versuch über ein Jahr lang einen Porno zu schreiben, der immer wieder an Konzentrationsstörungen scheitern musste, zeigt den Künstler privat und öffentlich zugleich in seiner Suche nach Formgebung.

Als dritten Pfeiler der Ausstellung bei Umtrieb zeigt Koselleck seine
ungebetenen Gästebücher.
Von Laternen, Pömpeln, Postkästen, Telefonzellen etc. knibbelte der Künstler selbstgemachte, gebastelte Aufkleber ab und datierte und verortete diese in Skizzenbüchern, die so zu einer Sammlung ungebetener Gäste im öffentlichen Raum werden.
Solche  selbstklebenden Signaturen im öffentlichen Raum,
entsprechen teilweise den Graffiti-Schriftzügen/Signaturen an Hauswänden, welche bekanntlich den Zorn des Hausbesitzers zu schüren in der Lage sind.
Koselleck interessiert dabei weniger der potentiell kriminalistische Aspekt als vielmehr die ästhetische und wegweisende Funktion der Sticker. So bereiste Koselleck teilweise Städte und konnte sich entlang der Aufkleberdichte an den Laternen, quasi von Laterne zu Laterne zu den ortsüblichen Lokalitäten führen lassen.
Untersucht wird von Koselleck der stadtbildprägende Charakter der Sticker. Sie sind klein
Die dem Stadtbild entzogenen Signaturen ergeben ein Be- und Heimsucherbuch des urbanen Lebensraumes.
(Pressetext zur Ausstellung)


Sven Lütgen (Kiel/Düsseldorf): auto
27.01. - 17.02.2005
Marx auf den Malediven


2004

Anja Klafki: 
Visuellness - Radierungen
27.11.2004 - 08.01.2005
Land, Anja Klafki

Weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus hat sich die Grafikerin Anja Klafki einen Namen gemacht. Ihre reduzierten Kunstwerke, die im Stil der Minimalart mit einfachsten Grundformen spielen, setzen sich - bei aller Abstraktion, bei allem Bekenntnis zur Linie und zur Geometrie - immer wieder mit Gegenständlichem auseinander. Sie prägen sich ein durch die Formgebung und die Komposition, ebenso durch den spezifischen Farbeinsatz. Der typische, verhaltene Auftrag führt zu einer intensiven Spannung zwischen farbigen Flächen und dem weißen Papier. Die Arbeiten von Anja Klafki erkennt man darüber hinaus an den Werkzeugspuren: In geradezu archaischer Manier werden die Druckplatten mit Hammer und Meißel bearbeitet, dadurch erhalten Konturen dieser Grafiken eine eindringliche plastische Qualität.

Ute Erdsieck-Rave (Vorwort zum Katalog Anja Klafki)


eine vollständige Übersicht finden Sie unter www.bvdg.de




G a l e r i e   S a l z a u  Umtrieb



Ausstellungen in 2007




Mehr Blau für Shackleton II, 2007
Mehr Blau für Shackleton II, 2007, 100 x 210 cm


ANJA KLAFKI  
Mehr Blau für Shackleton
Neue Radierungen / new etchings
17.09.-28.10.2007
Eröffnung 16.09., 12 Uhr


In Anlehnung an den britischen Polarforscher Sir Ernest Henry Shackleton, der als Leiter der britischen Antarktis-Expedition von 1914 bis 1916 Berühmtheit erlangte, wurde der Titel der Ausstellung gewählt. Denn die Arbeiten Anja Klafkis erinnern infolge ihres spezifischen Farbeinsatzes, ihrer einfachen Grundformen und der ihnen stets eigenen Spannung zwischen farbigen Flächen und weißem Papier durchaus an Landschaften karger Schönheit zwischen ewigem Eis, tiefblauem Ozean und endlosem Horizont. Ihre reduzierten Kunstwerke, die im Stil der Minimalart mit einfachsten Grundformen spielen, setzen sich - bei aller Abstraktion, bei allem Bekenntnis zur Linie und zur Geometrie - immer wieder mit Gegenständlichem auseinander.
(Imke Spannuth, Salzau)

Anja Klafki absolvierte ein Studium der Freien Kunst an der Muthesius Hochschule Kiel und ist seit 1997 als freischaffende Künstlerin tätig. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Kunstpreise im In- u. Ausland.

In der Ausstellung Mehr Blau für Shackleton wird die Galerie Salzau Umtrieb Radierungen von Anja Klafki aus 2007 und 2006 zeigen.

Mit dieser Ausstellung verabschiedet sich Umtrieb von Salzau mit den besten Wünschen. Der Raum wird aber weiterhin für Ausstellungen genutzt. Näheres finden Sie dann auf www.kulturzentrum-salzau.de.






STEFANIE NEUMANN - Songs of Love and Desire
30.07.-29.08.2007

Eröffnung 29.07. um 12 Uhr


Liner Notes:
An Artifical Playlist or The Art of Love And Desire in Pop
Von Dr. Thomas Neumann

Am Anfang steht das Sammeln. Und das Erinnern an das Sammeln. Und an die Musik, die überall ist und dich beim sammeln und erinnern begleitet. Texte sammeln, Musik sammeln. Zuerst aufbewahren, dann aus den Schubladen und Schränken herausholen und daraus eine neue Wirklichkeit konstruieren. Zu zeigen wie das Gefühl war, der Wunsch, die Liebe. Die Musik hören, die zu den Texten passt, mit ihnen harmoniert, ihnen Widerstand entgegensetzt. Die das Gefühl ausdrückt, das in den Texten ist. Die Musik als Vorlage, als eine Form der Verbindung von Medien. Die Musik als Medium, als Transporter des Gefühls, der Liebe. Nur ein Lovesong sein wollen.
Die Suche und das Sammeln beginnen hier im Fundus der Musik der Fünfzigerjahre. Sie gehen bis auf Hank Williams und die Anfänge von Johnny Cash zurück. Die weibliche Seite dieser Country-Singersongwriter und deren modernere Variante, und zwar ganz im Sinne einer sich langsam in den Sechzigerjahren etablierenden Popindustrie, ist Dolly Parton. Sie ist längst als Legende der Countrymusik anerkannt und nicht zuletzt aufgrund ihrer spektakulären Glamour- und Glitzeroutfits und der hervorstechenden voluminösen Oberweite mehr als nur „bekannt“. In der Kombination von oberflächlichen Attributen des Pop, melancholischem süßlichen US-Kitsch, sentimentalen Songs und dominanter Weiblichkeit liefert sie mit ihrem 1993 auf dem Album „Honky Tonk Angels“ erschienen „It wasn’t god who made honky tonk angels“ den historischen Eckpunkt für den Graphikzyklus „Who's gonna kiss my California Lips“ von Stefanie Neumann. Ihr zur Seite wird Eleni Mandell gestellt: eigenwillige Singer-Songwriterin aus Kalifornien mit ihrem „Country For True Lovers“-Song. Dass die Musik dieses Duos noch einmal von PJ Harveys „Is This Desire“ (1998) variiert und ironisch gebrochen wird, zeigt sich in den korrespondierenden Radierungen. Dort ist es vor allem die sensible Farbwahl, die die Töne von Harvey aufzugreifen scheint und die Musik weiterdenkt – in der ganzen Tragweite ihrer musikalischen Melancholie.
Einen anderen vermeintlichen Eckpunkt der Graphikserie beschreiben die Blätter über die nur auf den ersten Blick sich nicht einfügen wollenden Texte von Serge Gainsbourg – „Tu t'souviens de jours anciens et tu pleures“ („You remember the old days and you cry“, hier in einer Textvariante) aus dem Chanson „Je suis venu te dire que je m'en vais" von Serge Gainsbourg − und von Lemmy von „Motörhead“. Dessen Texte, versehen mit der oft brachialen Intonation des Motörhead-Sounds, verweisen zwar auf einen Bruch mit der musikalischen Vorgängern, liefern aber gleichzeitig eine erhöhte Authentizität − und damit emotionale Nähe − durch die Glaubwürdigkeit des Protagonisten. So ist die Bildfindung zu „Love Me Forever“ auch der Text, der mit seinem musikalischen Pendant die engste Beziehung eingeht und auf das zentrale, hier immer wieder variierte Thema der – unerfüllten – Liebe zurückführt.
Es sind alles  Liebeslieder.
Ob Dolly Parton, Serge Gainsbourg oder Lemmy: die Blätter in sanftem beige, mattem schwarz oder leichtem rosa-orange sind die Umspielungen und gleichzeitigen Variationen der Töne auf dem Papier. Man könnte es auch mit dem Song von Blondie sagen: „Picture This“. Stefanie Neumann versucht Erinnerung,  Musik, Bild und vor allem die Texte zur Musik zu verweben, Verknüpfungen zwischen den Medien deutlich zu machen und neu zu konstruieren. Dabei wird auf das komplette Arsenal kultureller Traditionen der Popkultur ebenso wie auf banale Alltäglichkeiten zurückgegriffen − und diese dann geschnitten, kontrastiert, collagiert, neu zusammengesetzt und neu erfunden. (...) 

Die Bilder spiegeln eine bunte Wirklichkeit, erheben den Text als Spiegel der Musik zur überwirklichen Popikone. Sie sind witzig, interessant und intelligent und liefern in der Kombinationen Einblicke in die alltäglichen Banalitäten und die fundamentalen Probleme, die auch Popmusik beschreibt. Die Bilder Neumanns sind eine unterhaltsame "Lektüre", die zwischen kristallklarer Zeitanalyse und bestechend lapidaren Formulierungen zirkuliert. Letztendlich gilt dann hier für die Künstlerin, was Kerstin Grether über die Perspektiven von Musikerinnen schreibt: „Und man kann euphorisch darüber werden, daß Mädchen, die Gitarre spielen, auch nur Menschen sind, die sich als freie Subjekte aufführen müssen.“ (Kerstin Grether: Zungenkuß. Du nennst es Kosmetik, ich nenn es Rock´n Roll, Musikgeschichten 1990 bis heute, Frankfurt am Main 2007, S. 58)
Mehr kann man nicht wollen.

©  Dr. Thomas Neumann





JIMMY KATZ - Jazzportraits  
29.06.-08.07.2007

Jazzportraits des herausragenden New Yorker Fotografen Jimmy Katz, präsentiert vom Jazzprezzo-Verlag und der Jazz Baltica






Ausstellungsansicht

Katharina Arndt
Katja Flieger
Gero Neumeister

c i v i l i z e d

30.04.-31.05.2007

Eröffnung Sonntag, 29.04. um 16 Uhr

In der Galerie Salzau Umtrieb sind drei junge Künstler zu sehen, die im ersten Halbjahr 2006 Stipendiaten im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus Eckernförde waren.

Katja Flieger, Katharina Arndt und Gero Neumeister äussern sich in Ihrer gemeinsamen Ausstellung "CIVILIZED" zu der Zivilisiertheit der heutigen Gesellschaft.

Gero Neumeister malt Waffen liebevoll in Öl vor floralem Hintergrund, retuschiert mit einer Motorsäge grossformatige Fotos und kommentiert in Bildern und Zeichnungen die Momente und Richtungen unserer immer schneller fließenden Medienwelt.

Katja Flieger
reflektiert in Form von Fotomontage und Zeichnung den grafischen Aspekt von globalen Systemen, im Strassenverkehr als auch im System Leben, schematisiert in der anatomischen Darstellung des Blutkreislaufes.

Katharina Arndt
hat ein Auge auf die verfeinerten Sexualpraktiken der Sadomasoszene, das Andreaskreuz als Ursprung unserer christlichen Welt und die Körperverschönerung mit Hilfe von Tattoos geworfen. Sie zeigt dies in Form von Stickerei, Fotografie und Skulptur.



Katalin Schaak:  Real Time
08.-25.04.2007

Eröffnung Sa., 07.04. um 19 Uhr
opening: sat. april 7th at 7 pm


Finissage am Mi., 25.04. um 19 Uhr mit Präsentation des neuen Künstlerbuches "Téléphone arabe" von Katalin Schaak
Finissage on wen., april 25th, with presentation of Katalin Schaaks new artist book "Téléphone arabe"



Katalin Schaak Ansicht            
Katalin Schaak: Real Time


Ist Zeit ein permutierbarer Zustand?

Für die Ausstellung Real Time  kombiniert die Künstlerin verschiedene Medien
wie Zeichnung, Photographie und Skulptur, um der Wahrnehmung von Zeit und
Raum nachzugehen. Es ist hier nicht die Proustsche Zeit, über die verhandelt wird.
Vielmehr finden wir hier ein regelrechtes Labor der uneingeschränkten Immanenz, welche eine ereignishafte, fast spontane, vergängliche Zeit aufzeigt, die mal humorvoll, mal  unheimlich, hinterfragt wird.  Unter Einbezug des Betrachtenden geht es darum, eine Gleichzeitigkeit von Augenblick und Zeitspanne zu schaffen. 
Real Time, eine reale Zeit, ist für die Künstlerin eine mit Erfahrungen belegte Zeit, ein Stattfinden von Ereignissen, ein Zusammentreffen mit einem variierenden Gegenüber, deshalb reich, weil sie sich nicht der Dauer verschreibt.

could time permute into a state of being?

For the exhibition Real Time Katalin Schaak is combining different media such as photography and sculpture.  In her research about perception of Time and Space and its  conditions , the artist purposes a laboratory  of  immanence combining the unheimlich with the humourous, where time reveals itself as a spontaneaous and ephemeral mass of interaction. Including the spectator in this process, she creates a simultanity between instant and duration. Real Time is a time experience, a happening with an eventlike character, an encounter with a varying opposite person, a time opening up itself, not aiming duration.  





Ausstellungen in 2006


stray for art - Review
contemporary art in public space
29.10. - 11.11.2006


Auf der scope London, einer internationalen Messe für aktuelle Kunst parallel zur Londoner Frieze Art, hat die Umtrieb-Galerie einerseits Künstler auf der Messe präsentiert und andererseits im Rahmenprogramm überwiegend junge schleswig-holsteinische Künstler im öffentlichen Raum gezeigt.
In
wurde ein Dokumentarfilm zu den Aktionen im öffentlichen Raum Londons zusammen mit den in der Koje ausgestellten Arbeiten präsentiert. 


Susanne von Bülow (Münster): Mammut und Mädchen
Monotypien und Zeichnungen
25.06. - 30.07.2006



Das hohe zeichnerische Selbstverständnis mit welchem Susanne von Bülow an die Linienführung auf weißem Papier herangeht, ist geprägt durch einen vorbegrifflichen und intuitiven Zugriff, der augenscheinlich und paradoxerweise konzeptionelle Konsequenzen zur Folge hat.
Skizzen beginnen konzeptionsfrei, lose zusammenhängend und unmittelbar und werden in kein konzeptionelles Korsett eingezwängt. Das Gezeichnete entfaltet seine Potenz im „kunst-bedingungsfreien“ Raum – sofern der - absolut genommen - nur irgend möglich scheint.
Die monumentale Überhöhung alltäglicher Gegenständlichkeit wird topoi-grafisch verdichtet und sie schlägt dabei eine Brücke aus der scheinbaren Trivialität in eine zum Erhalt drängende Form: den Topos selbst.


Stefan Ettlinger (Düsseldorf): Malerei
28.04. - 05.06.2006


„Das Fernsehprogramm ist wie ein Wasserhahn, den kann man aufdrehen, dann kommen Bilder heraus. Da gibt es eigentlich alles...“ (Stefan Ettlinger)

Umherirrende Ortskennzeichen, Multiple Schauplätze und Raumordnungsverfahren
in der Malerei von Stefan Ettlinger


Unter Verwendung von profanen Mustern aus dem Repertoire alltäglicher Bildinformation entwickelt Stefan Ettlinger eine dunkel-farbig-visionäre Weltgeographie gemalter Ortschaften, in denen Szenen menschlicher Verstrickungen in Ereignisse, Schauplätze und Aufenthaltsräume in dünnen Lasuren von Eitempera dahin zu treiben scheinen. Seine Arbeiten folgen der medialen Bildproduktion dabei in einer lauernden Distanz, teilweise kontigent, teilweise indifferent, und doch auf untergründige Art das Sujet dramatisierend.

So kippen Schauplätze biederer Gewerbearchitektur um in kathartische Szenarien, in denen jeglicher Gestaltungswille zu einer hoffnungslosen Attitüde verkommen ist. Festgefügte Bildräume zerfallen zu Raumzellen und Raumfragmenten als ob die verbindenden Schrauben entfernt worden wären. Das Raumkontinuum erodiert, es kommt zu multiplen Schauplätzen, zu Parallelwelten in Form von gleichzeitig auf größerem Plan zusammen montierten Bildfeldern. In so entstehenden Bild-Architekturen entwickelt die intensive aber unspektakuläre Farbgebung neue Bezüge und provoziert Assoziationen jenseits der ursprünglichen Bildintentionen.

Die malerische Bildfläche agiert als eine Art Aufnahmegerät, als Projektionsfläche, die Leerstellen kennt (deren Ausgangszustand vielleicht eben diese Leere ist), die aber überflutet wird von einer endlosen Reihe von Schauplätzen, die aufgrund der mehrdeutigen malerischen Bearbeitung ihren konkreten Orientierungs- und Informationswert verloren haben und daher von neuem entschlüsselt werden müssen.

Die Malerei wirkt dabei nicht überlegen, sie stellt keine Erhabenheit in Aussicht, sie bleibt konkret gegenüber ihren Motiven und nimmt an diesen Veränderungen vor, die nachvollziehbar bleiben, weil das Ausgangsmotiv durch die Bearbeitung weiter hindurch schimmert.

Die Bildtitel verstärken die malerische Anonymisierung der ursprünglichen Bildmotive, sie weisen auf den Platz und die Funktion der einzelnen Arbeiten in einem größeren Abbildungszusammenhang hin, der nicht innerhalb der einzelnen Arbeit repräsentiert werden kann, sondern nur in einer potentiell unendlichen Reihung von Einzelarbeiten verwirklicht wird. Die Arbeitsweise, aber auch das Interesse von Stefan Ettlinger übergreifen das einzelne Bild und beide werden mit virtuosem Engagement in Form von sich verselbstständigenden Teillösungen und Zwischenergebnissen realisiert.

Michael Dethleffsen
WBD Wand Boden Decke, Berlin
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